Krokodil



Krokodilier (Steneosaurus) lebten in der Zeit des Schwarzen Juras (ca. 180 Mio Jahre). Ihr Vorkommen war allerdings deutlich seltener als das der Ichthyosaurier.

Äußerlich dem heutigen Landreptil sehr ähnlich, haben sich die Krokodilier dem Leben im Wasser nur wenig angepasst. Der Körper, der eher breit als hoch war, konnte bis zu fünf Meter groß werden. Der lang gestreckte Kopf ist beim Steneosaurus an der Spitze löffelartig verbreitert und besitzt große Schläfengruben, die das Schädeldach offen halten. Das Kiefergelenk ist nach hinten verschoben, was eine weite Öffnung des Rachens erlaubte. Dieser war mit einem kräftigen Fanggebiss aus vielen nach hinten gekrümmten, spitzen Zähnen besetzt.

Die für die Krokodilier typischen Wirbel haben eine bikonkave, längliche Form. Sieben Halswirbel verbinden den Kopf mit dem Rumpf. Die vorderen Extremitäten sind im Vergleich zu den hinteren, die mit Schwimmhäuten zwischen den Zehen ausgestattet waren, eher zierlich. Der fein auslaufende Schwanz hat die Länge des Körpers von der Schnauzenspitze bis zum Becken.


Der Rücken ist bedeckt durch eine Doppelreihe grubiger Knochenplatten, die in der Längsrichtung gegeneinander verschiebbar sind und damit eine Krümmung des Körpers erlauben. Gegen den Schwanz läuft die Rückenpanzerung in einer einfachen losen Plattenreihe aus. Die Bauchseite ist von der Brust bis zum Becken durch einen ovalen Panzer geschützt. Diese sind ebenso wie die Rückenplatten beweglich. Der ganze Körper ist zudem mit einer hornigen Oberhaut bedeckt .

Nicht ganz klar ist die Nahrung der Krokodilier. Vermutlich ernährten sie sich von Fischen und Tintenfischen. Es sind mehrfach Quarzgerölle zwischen den Rippen gefunden worden, was darauf schließen lässt, dass sie wie die heutigen Krokodile auch, Magensteine zur Verdauung schnell verschlungener Beute benutzten.

Zur Eiablage haben die Steneosaurier die Küste aufgesucht. Die Jungtiere sind erst allmählich von ihrem Geburtsort ins offene Meer aufgebrochen. Nur äußerst selten findet man in Holzmaden Skelette unter einem Meter Länge.

Die einst zahlreichen Steinbrüche der weltberühmten Fossilienlagerstätten in Boll, Ohmden und Holzmaden werden immer seltener wirtschaftlich genutzt. Lediglich noch drei Steinbrüche sind in der Gegend von Holzmaden in Betrieb.

Dadurch verringert sich auch die Möglichkeit weitere Fossilien zu finden gegen Null. Das letzte versteinerte Krokodil der Jurazeit wurde vor etwa 25 Jahren geborgen.


Steneosaurus hacklensis aes

Nach fünfjährige Arbeit als Präparator mit Fossilien aus Holzmaden werde ich ein besonderes Exemplar in Bronze gießen und dann in seine 170 Millionen Jahre alte, ursprüngliche Umgebung, dem Fleins, einbetten. Es wird eine Serie geben, die auf fünf Stücke limitiert ist. Mit meiner Arbeit möchte ich an die wissenschaftliche Bedeutung der Urweltfunde erinnern und sie bewahren...


       
 




(Fotos by Elles Magermans und Urwelt-Museum Hauff)