Künstlerische Arbeit
Michael Vogel, Hamburger Galerist

Seit 1989 arbeitet Hendrik Hackl mit fossilen und mineralischen Funden. Sein Arbeits-Material liegt weltweit verstreut.
Hackl's Leidenschaft gilt jedoch den Ammoniten, die ihn seit seiner ersten Begegnung im Marokkanischen Atlas, allein schon durch ihr ästhetisches Äusseres begeistern.
Ausgebildet zum Zahntechniker, und somit dem Umgang mit Metallen und organischen Ausgangsmaterialien vertraut, beginnt der Mannheimer Künstler, die prähistorischen Versteinerungen in tragbare Schmuckstücke einzubetten.
Die natürlich-schönen Grundformen werden mit gegossenen Fassungen aus Gold bzw. Silber ergänzt und hervorgehoben.
Grössere Ammoniten werden zum Mittelpunkt von Skulpturen, ihre geschliffenen und polierten Schnittflächen scheinen uns wie Zifferblätter einer Standuhr, die vor 200 Millionen Jahren stehenblieb.
Auch in seinen Wandobjekten und Materialbildern, lässt Hackl die Symbolkraft der spiralförmig aufgerollten Versteinerungen mit modernen, zeitgenössischen Formen aus Metall korespondieren, und transformiert somit die Fossilien ins Informationszeitalter.
Funktionelle Gestaltung von Bronze, Eisen, Aluminium, Messing, Gold und Silber ergänzen den fossilen Informationsträger in einer ästhetischen Weise und konfrontieren den Betrachter mit seiner eigenen Evolution.
Von der Brosche bis zu Zeltskulptur - Hackl scheint in der Art seines Ausdrucks keine Grenzen zu kennen ...