SCHWIMMEN IN BLAU – Wissenschaft trifft Kunst

Ein Kunst-Stoff-Projekt von Hendrik Hackl


Mikroplastik:

Partikel kleiner als fünf Millimeter, entstanden durch die Zersetzung von Kunststoff unter UV-Licht, durch Abrieb von Reifen, Kunstfasern, Verpackungen.
Winzige Fragmente, die längst in unsere Luft,in unser Wasser, in unsere Nahrung gedrungen sind.

Studien zeigen:

Mikroplastik reichert sich in Böden, in Flüssen und Meeren an, gelangt in Fische, Vögel und schließlich in den menschlichen Organismus.
Es kann den Stoffwechsel stören, Entzündungen auslösen, die Darmflora aus dem Gleichge-wicht bringen, sogar Hirn und Herz belasten –
und erste Hinweise deuten auf mögliche Schäden am Erbgut.

Trotz allem bleibt vieles unbekannt:

Wie viel Mikroplastik passt in einen Menschen?
Wie lange verweilt es in Organen, wie tief dringt es in unser Gewebe ein?
Und wie verändert es Generationen, deren Körper es schon von Geburt an enthalten?

Diese Fragen bilden den Hintergrund des Kunstprojekts SCHWIMMEN IN BLAU.


Schwimmen in Blau
Schwimmt der Mensch seinem Ende entgegen? Wann stirbt der homo sapiens aus?

Das Projekt - die Skulptur

Ein Skelett, 370 Zentimeter lang, gefertigt im 3D-Druck, aus dem Filament von 555 recycelten PET-Flaschen, schwebt in der Pose eines Schwimmers durch das Anthropozän – als Modell, als Metapher, als Mahnung.

Seine Knochen bestehen fast vollständig aus recyceltem PET-Abfall.
Das helle Blau erinnert an das arktische Eis,
doch es ist auch die Farbe der Unsichtbarkeit:
In natürlichen Gewässern wird Blau eins mit dem Wasser –
wie das Mikroplastik, das längst Teil unserer Nahrungskette ist.

Es schwimmt schnell.
Es krault.
Es bewegt sich durch eine Zeit, in der der Mensch zum größten Einflussfaktor auf das Leben auf diesem Planeten geworden ist.

Doch die Kunst kann Fragen stellen, die Wissenschaft kann Antworten suchen – und gemeinsam können sie neue Wege öffnen, um den Plastikstrom zu stoppen und das Gleichgewicht mit der Natur wiederzufinden.

SCHWIMMEN IN BLAU ist Teil des Zyklus Kunst-Stoff Evolution - Mensch, Fossil, Plastik des Mannheimer Künstlers Hendrik Hackl.

DER GESCHLOSSENE KREIS trifft auf SCHWIMMEN IN BLAU


Es gibt bereits erste Installationsorte:

WASSERWERK Mannheim-Käfertal - Soloausstellung zum Tag des Denkmals 2026
MUNICH SHOW 2026 - Es ist angedacht, die beiden Installationen DER GESCHLOSSENE KREIS und SCHWIMMEN IN BLAU gegenüber zu stellen - bzw. aufeinander zu schwimmen und schweben zu lasen....